COVID-19-Pandemie: Aufruf zur Solidarität

Liebe Tennisfreunde, liebe Mitglieder,

die Situation, in der wir uns gerade befinden, ist außergewöhnlich. Einschränkungen des öffentlichen Lebens, wie sie die Corona-Pandemie derzeit nötig macht, hat wohl keiner von uns je erlebt oder gar für möglich gehalten. Die physischen sozialen Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren, fällt schwer – gerade uns als „Vereinsmenschen“.  Doch wir schließen uns den Worten unserer Bundeskanzlerin an: Die Situation ist ernst. Und es kommt ohne Ausnahme auf jeden Einzelnen von uns an.

Deshalb wenden wir uns heute mit diesem Appell an die große hessische Tennisfamilie mit ihren über 120.000 Mitgliedern: Leben Sie die Werte des Sports, auch in diesen außergewöhnlichen Zeiten. Zeigen Sie sich solidarisch und beweisen Sie die Art von Teamgeist, die gerade nötig ist. Im Namen des Verbandes bitten wir Sie daher: Vermeiden Sie physische Kontakte, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Der organisierte Tennissport gehört zu den größten Personenvereinigungen in unserem Bundesland. Wenn jedes Mitglied eines hessischen Tennisverseins als Vorbild vorangeht, sind wir im Kampf gegen den Virus einen großen Schritt weiter. Dann wird der Sport auch in dieser Krise seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht.

Gerade in diesen schwierigen Zeiten bitten wir Sie aber auch um Solidarität gegenüber Ihren Vereinen, den Trainerinnen und Trainern sowie den Hallenbetreibern. Denn auch sie stehen derzeit vor großen Herausforderungen: Auch wenn der Sportbetrieb eingestellt ist, müssen die Vereine und Hallenbetreiber weiterhin für Miete oder Unterhalt ihrer Sportstätten aufkommen. Selbständige Trainerinnen und Trainer müssen um Ihre Existenz bangen. Gerade jetzt ist es daher wichtig, dass wir unsere Tennisgemeinde unterstützen, anstatt vorschnell auszutreten oder anteilige Rückforderungen zu stellen. Denken Sie dabei gerne an die vielen Tausend Ehrenamtliche, die – häufig seit Jahren oder Jahrzehnten – ihre Tatkraft in den Dienst der Allgemeinheit stellen.

Wie groß die Einbußen für die insgesamt rund 7.600 Sportvereine in ganz Hessen sein werden, lässt sich derzeit noch nicht absehen. Sicher ist: Es geht um einen Millionenbetrag als Soforthilfe. Der Landessportbund Hessen ist deshalb bereits im Gespräch mit dem hessischen Innenministerium, um Möglichkeiten der finanziellen Hilfe für das Sportland Hessen zu klären.

Seien Sie versichert, dass sich der Hessische Tennis-Verband auch und gerade in diesen schwierigen Zeiten für die Interessen seiner Vereine, Bezirke und Kreise einsetzt, wir im Rahmen der gesetzlichen Einschränkungen für unsere Vereine ansprechbar bleiben und flexible Lösungen entwickeln.

Es gibt gerade Wichtigeres als den Sport. Aber wir können dazu beitragen, diese außergewöhnliche Situation zu meistern. Zeigen wir deshalb, was uns der Sport gelehrt hat: Fairness, Solidarität und Teamgeist!

Ihr
Hessischer Tennis-Verband e.V